Downpatrick, Irland Großbritannien
Indie
2007 schockte ASH Frontmann Tim Wheeler die versammelten Fans beim Isle Of Weight Festival, als er erklärte, dass das Album "Twilight Of The Innocents" das letzte Album ihrer Karriere seinwird. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer über Foren und Communities, kurze Zeit später hatte auch die (Musik) Presse Wind von der Sache bekommen und bald hieß es gar: Ash hätten sich aufgelöst.
Nachdem nun tausende Fans im Schockzustand erstarrten, sah sich Wheeler zu einer Klarstellung verpflichtet: "I was getting way more into single tracks and playlists. So we started hatching a plan of just doing singles and announced we wouldn´t do anymore albums."
Also keine Trennung, sondern eine Abkehr von den üblichen Formaten und Strukturen. Schnell entwickelten ASH einen konkreten Plan und das A-Z Konzept gewann langsam aber sich an Form in Wheelers Kopf:
"I was thinking how cool it would be if you were a fan of a band to have music constantly coming at you every couple of weeks." Anstatt dem üblichem "wir bringen alle 2 Jahre ein Album raus"- Schema, entwickelten ASH die Idee ihre Fans in kürzeren Abständen direkt mit frischer Musik zu versorgen. Losgelöst von starren Albumproduktionen flogen Wheeler die Songideen nur so zu.
Und auch in der Vermarktung suchten ASH nach neuen Wegen: Fans können sich auf der Homepage der Band für den A-Z Subscription-Service anmelden, der Ihnen ein Jahr lang alle 14Tage einen brandneuen ASH-Song als Download und in der Premium Version sogar noch eine 7'' Single ins Haus liefert.
Im April 2010 folgt dann mit A-Z Vol.1 auch das physische Produkt, mit den ersten 13 Songs aus dem A-Z Zyklus, sowie der Teaser Single "Return of White Rabbit" und 4 weiteren (unveröffentlichten) Bonus Songs!
Und auch wenn das in dem Zusammenhang vielleicht etwas kontrovers klingen mag A-Z Vol.1 ist das ASH "Album", dass man sich (immer) gewünscht hat: Die erste Single "Arcadia" reiht sich mit hämmerndem Vers und Ohrwurm-Refrain nahtlos ein in die Sammlung der großen ASH Hits, die breits nach zwei Minuten und auch noch nach 5 Jahren im Ohr sind. Aber auch neue Ansätze lassen nicht lange auf sich warten: "Joy Kicks Darkness" baut sich auf wie eine Hymne à la Arcade Fire um dann kurz vorm Vers einen weiteren Haken direkt auf die Zwölf zu schlagen. Dazu kommen Songs wie das atmosphärische "Pripyat", der klassische Wheeler Lovesong "Tracers" oder das treibende "Space Shot".
Ob man das ganze dann als Album, Compilation, Single-Collection oder was auch immer bezeichnet ist nebensächlich. Fest steht: Die neue Unabhängigkeit von Plattenfirmen und starren VÖ-Plänen scheint eine ungeheure Energie in der Band freigesetzt zu haben und jedem einzelnen Song merkt man an, dass er frisch vom Studio direkt raus in die Welt will.