Jupiter Jones

Jj0009_320x200jpg_size_216x135

Über Jupiter Jones

„Hallo Angst, Du Arschloch!“ Na bitte, endlich sagt’s mal wer. Endlich mal eine ehrliche Ansage, die man direkt versteht. Endlich nimmt uns Angstpatienten mal jemand an die Hand und stürzt sich mit gebührendem Anlauf und wissendem Lächeln ins offene Messer. Die vier Ärzte an unserer Seite? Das Expertenteam „Vergangenheitsverdrängung vs. Zukunftsbewältigung“, die guten Menschen von JUPITER JONES – SASCHA EIGNER (Gitarre), NICHOLAS MÜLLER (Gesang, Gitarre), MARCO HONTHEIM (Schlagzeug), Andreas Becker (Bass). Die verschreibungspflichtige Medizin ist gerade in den geheimen Laboren der Kölner Maarwegstudios 2 unter der Leitung von PRODUZENT WOLFGANG STACH zusammengebraut worden und hört auf den Namen „HOLIDAY IN CATATONIA“. Antidepressivum meets Wahrheitsserum meets Aspirin gegen den Kater am nächsten Morgen. 11 Pillen in Songform sind es geworden und die haben es verdammt nochmal in sich. Medikamententests, anybody? Wer den gewaltigen Unterschied zwischen Deutschpunk und deutschsprachigem Punkrock kennt, der wird zu schätzen wissen, dass JUPITER JONES sich auf die intensivere Seite geschlagen haben und nicht nur auf musikalische sondern auch textliche Tiefe großen Wert legen. Songtitel wie „Heute ist der erste Tag an dem ich mich offiziell alt fühle“ weisen die Richtung: Geteiltes Leid ist im Falle von JUPITER JONES halbes UND doppeltes Leid, aber eben im guten Sinne. Hier wird das Große im Kleinen gesucht. Hier schreien uns zerrissene Seiten aus einem Moleskine an, klopfen uns daraufhin aufmunternd auf die Beste-Freund-Schulter, um uns schließlich zum Trinken gegen das „FeelLike Shit DejaVu“ auf dem Kiez einzuladen. Hamburger Punkrock-Gestus der Marke Dackelblut auf der krickeligen ersten Seite („Das zu wissen“) und im weiteren Verlauf wunderschön melancholischer Rock, der auch mal Berkeley-Färbung a la Samiam bekommt („Da leiden hier leiden“) und sich nicht ziert, an’s persönliche, ruhige Eingemachte zu gehen. Und man muß kein Gefühlsbonze sein, um zu wissen, dass es immer genau in den leiseren Momenten am meisten wehtut, wenn Zähne gezogen werden („Was anders war“). Ohne Betäubung. Aber da müssen wir jetzt durch. NICKI, SASCHA, BECKS UND DER HONT wissen das und bewaffnen sich mit entwaffnendem Pop-Appeal, jeder Menge Philosophie jenseits der Jägerzäune dieser Welt, die keine Philosophie sein will, geschmackvollen Gastbeiträgen von u.a. Mr. „Die Drei ???“ Justus Jonas/Jupiter Jones himself, Oliver Rohrbeck, und natürlich dem allergrößten Attribut von „HOLIDAY IN CATATONIA“ – Aufrichtigkeit. Da passt es doch wie die Faust auf’s ohnehin schon blaue Auge, dass JUPITER JONES sich auch für ihr neues Album treu bleiben und auf ihrem bandeigenen Label MATHILDAS UND TITUS TONTRÄGER veröffentlichen. Gute Menschen eben. Vertrauenswürdige Ärzte, die sich trauen, die falschen Fragen zur richtigen Zeit zu stellen und die Antworten an Abenden mit zu vielen grünen Flaschen zu finden. Und von solchen Abenden gibt es reichlich, denn auf Tour sind JUPITER JONES selbstredend das ganze Jahr. Und auch hier verdammt sehens- und hörenswert, weil heilend. Also, liebe Kassenpatienten! Bitte reinhören in die druckvolle erste Single „DAS JAHR IN DEM ICH SCHLIEF“ (schickes Digipak und unveröffentlichte Bonustracks mit Herz inklusive), das neue Album „HOLIDAY IN CATATONIA“ von den Bukowski-Bengeln aus Hamburg/Koblenz/Eifel kaufen und in die Stereoanlage kleben. Und dann gilt eigentlich nur noch folgende Packungsbeilage: Tanzt das Tagebuch. Singt die Narben. Lest die/den Faust. Und trinkt, Kollegen. Ganz viel. (INGO DONOT)

Kommentare

0/1000 Zeichen

  • Icke_br_cke_size_50x50

    Ich bin beim Weihnachtskonzert auf jeden Fall dabei!

    drei-tage-marc am 18.09.09 um 14:24 Uhr

Tickets kaufen

Nächste Events

Neue Bilder

Bild hochladen

Neues Video

Video hochladen

Neue Fans

  • Marfire_size_50x50
  • Icke_br_cke_size_50x50